Das FuzzFactory Konzept

Kreative Musikproduktion so mühelos wie möglich:
einen fantastischen Sound aufnehmen -
Mixe mit Leichtigkeit fertigstellen.

Nichts geht über Aufnahmen mit einer klaren klanglichen Vision – und großartigen Vibes können nicht nachträglich erzeugt werden. Wer schon bei der Aufnahme mit analogen Werkzeugen eine klare klangliche Handschrift setzt, inspiriert die Künstler und macht das Mischen im Anschluss zum Kinderspiel.
Der Ansatz der FuzzFactory ist es, diesen Prozess so zugänglich und nahtlos wie möglich zu gestalten. Das umfasst alle Aspekte der Produktion: Akustik, Vintage-Equipment, Computer, Monitoring und Werkzeuge – groß oder klein. Eine gut platzierte Leselampe für die Songtexte kann genauso entscheidend sein wie ein erstklassiger Vorverstärker. Dass sich alle Beteiligten wohlfühlen, ist ebenso wichtig wie die Zuverlässigkeit des Equipments. Das technische Layout der FuzzFactory ist genau so konzipiert, dass der gesamte Workflow zugänglich ist und einfach Spaß macht.

Verbindungen

Fangen wir mit dem scheinbar langweiligsten Teil des Studios an, der aber in Wahrheit sein Nervensystem ist: den Patchbays. Jedes einzelne Signal kann hier flexibel geroutet werden. Mikrofonleitungen laufen über eine eigene Patchbay in Lemo-Technologie – dem absoluten Goldstandard für Signale mit Mikrofon-Pegel. Zwei 24-Wege-Mikrofon-Stageboxen im Aufnahmeraum sind mit Premium-Multicores von Mogami verkabelt und lassen sich direkt auf jeden Vorverstärker oder die Konsole stecken. Dedizierte Mikrofonleitungen zum kleinen Studio und der Gesangskabine sorgen für eine nahtlose Verbindung im gesamten Komplex.
Line-Signale nutzen eine TT- (Bantam-) Patchbay, die sofortigen Zugriff auf alle Outboard-Geräte, Wandler sowie Konsolen-Ein- und Ausgänge bietet. Ein XLR-zu-TT-Panel ermöglicht die einfache Integration von mitgebrachtem Equipment.Hochwertige Lautsprecherleitungen verbinden alle Räume und an einer zentralen Speakon-Patchbay können Verstärker und Boxen mühelos verbunden werden. So ist maximale Flexibilität sichergestellt, ohne dass jemals jemand hinter Racks krabbeln oder Kabel unter Türen verlegen muss.

Computer und DAWs

Unsere AD/DA-Wandlung wird von Apogee AD16- und DA16-Einheiten übernommen, die 32 Ein- und Ausgänge bieten. Sie sind über einen RME ADAT-zu-MADI-Konverter mit einem RME MADIface USB verbunden. Das Herzstück des digitalen Setups ist ein maßgeschneiderter High-End-PC (Intel / 32 GB RAM / 16-DSP UAD-System / umfangreiche Plugin-Sammlung). Während Cubase unsere hauseigene DAW ist, kann das System mit allen verfügbaren DAW-Umgebungen genutzt werden.
Abgesehen von seiner legendären RME-Stabilität ist ein großer Vorteil des MADIface, dass es über ein einziges USB-Kabel mit dem Host-Computer verbunden wird. So könnt ihr auch einfach euren eigenen Laptop anschließen und komplett in eurer persönlichen, vertrauten Umgebung arbeiten, falls ihr diese Arbeitsweise bevorzugt. Um eine ungestörte Abhörumgebung zu garantieren, befinden sich der Computer und alle Geräte mit aktiven Lüftern in einem separaten Maschinenraum außerhalb der Regie. Keine Hintergrundgeräusche, keine Ablenkung – einfach nur reiner Sound.

Abhöre und Monitoring

Ein maßgeschneidertes, passives Relaissystem übernimmt die Auswahl der Signalquellen und Lautsprecher. Als Monitore stehen Sony SRS-Z1, Auratones, iLoud MTM, Genelec 1030 mit einem Custom-Subwoofer sowie ein großes, maßgeschneidertes Hauptabhörsystem zur Verfügung. Die beiden letztgenannten Systeme nutzen jeweils eine dedizierte Hardware - Raumkorrektur, während die iLouds über eine integrierte Kalibrierung verfügen. Ein unabhängiger Kopfhörerweg speist einen Class-A-Kopfhörerverstärker mit eigenem Lautstärkeregler, der optimal auf alle gängigen Kopfhörertypen abgestimmt ist.
All das garantiert maximale Präzision und eine makellose Übertragbarkeit in die Außenwelt – damit es beim Gegenhören im Auto keine bösen Überraschungen gibt!

Kopfhörer Monitoring

Das Kopfhörer-Monitoring für die Musiker basiert auf einem Behringer Powerplay-System mit P16-M Personal Mixern. Unser Standard-Setup in Cubase nutzt 8 der 16 verfügbaren Kanäle für die Instrumente, die gerade aufgenommen werden – gespeist über das Auto-Input-Monitoring der Cubase-Cue-Sends. Die restlichen 8 Kanäle übertragen Signale wie Klick, Playbacks und Effekte. Mit diesem Ansatz ist das Einstellen des perfekten Monitor-Mixes ein absolutes Kinderspiel. Als Kopfhörer stehen die Studio-Klassiker Sony MDR-7506 und AKG K-182 zur Verfügung

Die Konsole

Das Herzstück unserer analogen Welt ist ein Klassiker der 80er-Jahre: eine DDA AMR24-Konsole. Das Pult im Split-Design bietet 36 Eingangskanäle, 24 Gruppen-/Monitorkanäle, einen semiparametrischen 4-Band-EQ auf den Eingangs- und Monitorkanalzügen, ein variables Hochpassfilter auf den Eingängen, 2 Stereo- und 4 Mono Aux-Sends sowie symmetrische Busse.
Wir haben diese Konsole umfassend für moderne Workflows modifiziert: Sie wurde physisch in der Mitte geteilt, um einen dedizierten DAW-Arbeitsplatz direkt im akustischen Zentrum zu integrieren. Zudem wurde die Meterbridge entfernt, um das akustische Verhalten und die Ergonomie zu optimieren. Ursprünglich für den Betrieb mit zwei synchronisierten 24-Spur Bandmaschinen entwickelt, verbindet sie heute das Beste aus zwei Welten.